Geschichte und Zukunft



Am Anfang stand eine Auswahl von 3 Streckenvarianten:

  • Variante 1: Walsrode - Visselhövede - Bothel - Scheeßel - Lauenbrück

  • Variante 2: Walsrode - Visselhövede - Fintel - Tostedt
    (Diese Variante wurde bereits Ende der 90er Jahre begraben)

  • Variante 3: Entlang der Autobahn A7


Als Ergebnis der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) im Raumordnungsverfahren (ROVf) wurde die Variante 1 als "mit den Grundsätzen und Zielen der Raumordnung vereinbar" für die weiterführende Planung ausgewählt.

Hierzu Auszüge aus der Korridoruntersuchung zur Variante 1 des Raumordnungsverfahrens:

Die Trassierung der Variante 1 orientiert sich von km 0 (Abzweig von der vorhandenen Bahnstrecke Hannover - Hamburg) bis km 34 weitgehend an der Autobahn A7, Hannover - Hamburg.
Von km 34 bis 49 lehnt sich die Variante 1 an der A27, Walsroder Dreieck - Bremerhaven an, um dann mit einem Radius von r = 7.000 m die A27 zu überqueren.
Von km 53 bis 56 werden die Ortslagen Idsingen und Sieverdingen passiert.
Bei km 57 (im FFH-Gebiet Lehrde ) zweigt der Abzweig nach Bremen ab, um bis km 62 an die vorhandene Bahnstrecke Uelzen - Langwedel anzubinden.
Von km 60 führt die Trasse sehr eng westlich an Jeddingen vorbei, passiert bei km 65 bis 67 Wittorf sehr dicht, führt bei km 69,5 sehr dicht an Bretel vorbei, schwenkt etwas nach Osten und führt bei km 71 bis 74 rd. 600 m östlich von Bothel entlang, um bei km 74 bis 76 westlich entlang des Waldgebietes Trochel (FFH-Vorschlagsgebiet Wiedau) den zum Trochel hinführenden östlichen Ausläufer der Ortslage Brockel zu durchqueren.
Der Abstand von der Hauptortslage Brockel beträgt dabei etwa 400 m bis 500 m. Die Trassierung erscheint zwar relativ gestreckt, weist jedoch durch mehrmaligen Richtungswechsel um die viermalige Anwendung des Regelradius von r = 6.300 m darauf hin, dass hier die maximal möglichen Abstände zwischen den Ortslagen gesucht werden. Die vollständige östliche Umgehung der Ortslage Brockel gelingt nicht. Sie wäre nur zu erreichen, wenn der Trochel auf rd. 3,5 km Länge durchquert würde. Dabei würde der Wohnplatz Trochel erheblich beeinträchtigt.
Eine Trassierung östlich von Jeddingen und Wittorf, die für diese beiden Ortslagen eine erhebliche Verbesserung der Situation brächte, scheidet aus, weil damit die Trasse in die Bereiche Wehnsen, westliche Ausläufer von Visselhövede und Nindorf gelegt werden müsste, so dass lediglich eine Verlagerung der Problematik erfolgen würde.
Eine westliche Führung von Bothel ist wegen der engen Verzahnung der Ortslagen von Bothel, Hemsbünde und Wensebrock mit den relativ breiten Niederungen von Rodau und Wiedau ohne sehr starke Annäherungen an die Bebauung oder Eingriffe in die Bebauung nicht möglich.
Von km 76 bis km 87 führt die Variante 1 in einer langgezogenen Rechtskurve zwischen der Ortslage Veerse, den westlichen Ausläufern von Westervesede (FFH-Vorschlagsgebiet Veerse) und den südöstlichen Ausläufern von Scheeßel bis zur Anbindung an die vorhandene Eisenbahnstrecke Bremen - Hamburg bei Lauenbrück.
Eine Vermeidung der Anbindung bei Lauenbrück wäre nur möglich, wenn die Trasse dichter nach Scheeßel verschoben würde, was eine stärkere Beeinträchtigung der Ortslage von Scheeßel zur Folge hätte.




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Die verschiedenen Streckenvarianten





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